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Zwischen Amboss und Hammer? Voltaires Erinnerungen an Preußen: Die Rolle des Schriftstellers in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts

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Dr. Vanessa de Senarclens, Habilitantin und Lehrbeauftragte an der Humboldt-Universität zu Berlin stellt in ihrem Vortrag die Freundschaft zwischen Voltaire und Friedrich dem Großen dar und geht dabei der Frage nach der Funktion des Dichters im Zeitalter der Aufklärung nach.

Was
  • Gastvortrag
Wann 30.05.2011
von 18:30 bis 20:00
Wo Warburg-Haus, Heilwigstr. 116, 20249 Hamburg
Name
Kontakttelefon 040/74041888
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Thema

In den Mémoires pour servir à la vie de Monsieur de Voltaire, écrits par lui-même (Denkwürdigkeiten aus dem Leben des Herrn de Voltaire aufgezeichnet von ihm selbst), geschrieben 1758, verarbeitet Voltaire seine Erinnerungen an den Aufenthalt auf dem preußischen Hof beim Roi-Philosophe. Der Text erinnert zunächst an einen gelehrten historischen Diskurs. Sein Bezug zur Geschichte, der „man dienen muss“, weil sie selbst der Moral dient, ist ein wiederkehrendes Thema dieser siebzig Seiten umfassenden Erzählung. Der zweite Teil des Titels – écrits par lui-même  kündigt im ironischen Grundton an, dass der Text eine dreiste Herausforderung ist. Der spöttische Zug der Erzählung droht die Botschaft dieses Textes zu verschleiern. Die Mémoires beinhalten sowohl eine Analyse über die Stellung des Literaten in der Gesellschaft als auch deren trotzige Verweigerung.

Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.

Referentin

Vanessedesenarclens Vanessa de Senarclens, erwarb ihre Licence ès Lettres an der Université de Genève. Sie hat Soziologie an der London School of Economics and Political Sciences studiert und ihre Dissertation an der Universität Cambridge (UK) über das Thema "Dekadenz in den Werken von Rousseau, Voltaire, Diderot und Montesquieu", vorbereitet. Beendet hat sie sie an der Humboldt-Universität zu Berlin beim Prof. Dr. Helmut Pfeiffer.

Zwischen 2004-2007 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Europäische Aufklärung in Potsdam. Seit Sommersemester 2008 arbeitet sie als Lehrbeauftragte für französische Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie auch ihre Habilitationsschrift zum Thema „Le naufrage et les jeux de gladiateurs. Poétique de la tragédie au siècle des Lumières de Jean-Baptiste Dubos à Jean-Jacques Rousseau" verfasst.

Aktuell konzipiert sie die Ausstellung „Die poetische und die moderne Liebe. Antoine Watteau und die Zeichenkunst der Aufklärung. Mit einer Auswahl bibliophiler Kostbarkeiten der Sammlung Bonna (Genf)“ im Kupfer­stich­kabinett (Kulturforum Potsdamer Platz).

Publikationen

  • Montesquieu, historien de Rome. Un tournant pour la réflexion sur le statut de l’histoire, Genève Droz / Bibliothèque des Lumières, 2003
  • Erfundene Antike? Vom Umgang mit den antiken Quellen im Europa des 18. Jahrhunderts, Hannover (Wehrhahn), zusammen mit Veit Elm und Günther Lottes,  2009
  • Friedrich der Große, Œuvres du Philosophe de Sans-Souci, (Potsdamer Ausgabe), Band VII, Berlin (Akademie Verlag), zusammen mit Jürgen Overhoff, erscheint 2011
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