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Denis Diderot und seine "Geschwätzigen Kleinode"

— abgelegt unter:

Der Gegenstand der ersten Sitzung nach der Sommerpause wird Diderots erotischer Roman von 1748 "Les bijoux indiscrets" (Die geschwätzigen Kleinode), sein.

Was
  • Gesprächskreis
Wann 10.10.2011
von 16:15 bis 18:00
Wo Universität Hamburg, Philosophenturm Raum 1204, Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg
Name
Kontakttelefon 040/74041888
Termin übernehmen vCal
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geschwaetzigenkleinodeNach dem großen Erfolg des erotischen Romans "Le Sopha" von Crébillon fils, der sich der Struktur der Erzählung von "Tausendundeiner Nacht" bedient, schließt - der Legende nach - Diderot eine Wette ab, die besagt, dass er in wenigen Tagen einen ebenso skandalösen wie erfolgreichen Roman verfassen kann. Er gewinnt die Wette. Das Ergebnis sind die "Geschwätzigen Kleinode", die nicht minder bekannt und erfolgreich sind, wie "Le Sopha".

Ähnlich wie in Crébillons Roman spielt sich die Handlung im Orient ab, auf dem Hofe des Sultans Mangogul und seiner Favoritin Mirzoza. Der Erstere hat einen wundersamen Ring geschenkt bekommen, mit dem er die „Kleinode“ bzw. die „Schmuckstücke“, das sind die Geschlechtsteile der Frauen, zum Sprechen bringen kann. Dieses Zauberstück will er sogleich ausprobieren und das an dreißig Hofdamen mit mehr oder weniger überraschenden Ergebnissen. Lediglich seine Favoritin bleibt von den Offenbarungen des Ringes verschont, aber wie lange?

Zwar ist Diderots Roman stark von frivolen Themen der Zeit geprägt, doch lässt er, scheinbar en passant, aufklärerischen Gedankengut in den Text einfliessen, die ihn so untersuchungswürdig machen.

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