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Claude-Prosper de Crébillon "Le Sopha" (1742)

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Im Mittelpunkt dieses und der kommenden Termine des Gesprächskreises steht das Meisterwerk der frivolen Literatur des 18. Jahrhunderts: "Das Sofa" des zu seiner Zeit viel gelesenen Romanciers Claude-Prosper de Crébillon (1707-1777).

Was
  • Gesprächskreis
Wann 29.11.2010
von 16:15 bis 18:00
Wo Universität Hamburg, Philosophenturm Raum 1204, Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg
Name
Kontakttelefon 040/74041888
Termin übernehmen vCal
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Als Strafe für sein frivoles Leben wird Amanzéis Seele vom Gott Brahma in ein verführerisches Möbelstück, ein Sofa, verbannt. Seine Seele muss so lange darin bleiben, bis zwei tugendhaften Menschen, auf demselben liegend, die "ersten Früchte der Liebe pflückten". Doch die Unschuld lässt lange auf sich warten, denn das Laster verbirgt sich immerzu hinter der Maske der Tugend. Währenddessen erlebt er aus der Perspektive des bequemen Möbels mannigfaltige Abenteuer, die reich an Witz, Phantasie und vor allem Erotik sind.

Crébillon verlegt seine exotische Geschichte - ganz im Geiste der fortwährenden Orient-Mode - nach Indien auf den Hof des einfältigen, gelangweilten Fürsten Schah-Bahm, der um der Eintönigkeit seines Lebens zu entkommen den jungen Höfling Amanzéi die Geschichte vom wundersamen Sofa erzählen lässt. Ob er den Sultan und seine Frau für seine Erzählungen begeistern kann, ist eher zweifelhaft. Allzu oft handeln die aneinandergereihten Episoden vom ewigen Kampf der Moral gegen die Unsittlichkeit und der Sultan kommentiert uninteressiert: "Ihre moralischen Betrachtungen tummeln sich schon wieder auf der Wiese wie Hunde, die man aus dem Zwinger gelassen hat."

Im Zentrum des Gesprächskreises steht hauptsächlich die Analyse der Einleitung, die als "Vorspiel"  betitelt wurde sowie die ersten Kapitel, in denen die Rahmenhandlung des Romans aufgebaut wird.

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